Universität Bremen  
 
 
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„Auf dem Weg zu einer Neuorientierung –
Konzepte zur Steuerung von und in Unternehmen“



27. bis 29. Mai 2010
72. Wissenschaftliche Jahrestagung des Verbandes
der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V.
 
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  Tagungsthema

Staaten oder Gesellschaften formulieren Verhaltenserwartungen an Unternehmen; in Unternehmen werden Verhaltenserwartungen an Management und Mitarbeiter formuliert. Krisen verlangen nach einer Prüfung, wie die verfolgten Konzepte zueinander passen und ob sie in ihrer bestehenden Form fortgelten können. Gerade systemische Krisen verlangen nach Antworten, ob staatliche oder gesellschaftliche Erwartungen geeignet formuliert und sachgerecht umgesetzt sind. Die Summe der ideellen und rechtlichen Vorabfestlegungen von Staaten und Gesellschaften sind Steuerungskonzepte von Unternehmen. Die Begriffe der Sozialen Marktwirtschaft, der Planification oder des Finanzmarktkapitalismus stehen für solche international unterschiedlichen Vorabfestlegungen. Steuerungskonzepte in Unternehmen sind noch zahlreicher, und ihre Beziehung zueinander und zu den übergeordneten Konzepten weitgehend ungeklärt. Nur beispielhaft seien hier etwa die Begriffe der Agency-Beziehung, der Budgetierung, der Delegation, des Empowerment, des Intrapreneurship und des Shareholder Value genannt.

Ohne Kenntnis der inneren Zusammenhänge und der Wirkungsbeziehungen greifen Beschreibungs-, Erklärungs- und Gestaltungsversuche häufig zu kurz. Daher ist zu untersuchen, ob gesellschaftliche Vorabfestlegungen bestimmte Steuerungsformen in Unternehmen bedingen, sie behindern oder befördern. Es bleibt zu fragen, ob aus anderen gesellschaftlichen Systemen transplantierte Konzepte unmittelbar Erfolg versprechen oder ob Anpassungen erforderlich sind; und zu klären bleibt auch, ob sich nicht die Teildisziplinen innerhalb der Betriebswirtschaftslehre unterschiedlichen Vorabfestlegungen verschrieben haben und als Folge möglicherweise gegensätzliche Konzepte empfehlen.

Ziel der Pfingsttagung ist, das Nebeneinander der Steuerungskonzepte zu überwinden und den inneren Zusammenhängen zwischen verschiedenen für Unternehmen und im Unternehmen formulierten Vorstellungen zur Unternehmenssteuerung nachzuspüren. Der sich daraus ergebende Spannungsbogen zwischen Komplementarität und Konkurrenz der Konzepte formuliert die Erwartungen an die Tagung: Sie soll Einsichten zu Passförmigkeiten oder zu Unverträglichkeiten vermitteln und aufzeigen, an welchen Stellen weiterer Forschungsbedarf besteht.

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